Bundesländer
Navigation:
am 29. Jänner 2013

Immer mehr Atomexporte aus Österreich

- Ganz Österreich ist für den Atomausstieg. Ganz Österreich? Nein, eine kleine Zahl von Unternehmen beliefert weiterhin Atomkraftwerke in aller Welt. Und die Exporte werden jedes Jahr mehr!

Wir Grünen haben schon 2011 aufgedeckt, dass österreichische Unternehmen beispielsweise die Andritz AG aus Graz Hochleistungspumpen für die Kühlung von Atomkraftwerken unter anderem nach China liefert. Doch nach dem Super-GAU von Fukushima wurde sogar noch mehr exportiert als davor. In einer Anfragebeantwortung  an unsere Anti-Atom-Sprecherin Christiane Brunner legt Wirtschaftsminister Mitterlehner offen, wie viele Exporte von Spezialgütern zur Verwendung in Atomkraftwerken es gab.

Genehmigungspflichtige Exporte von Spezialgütern für Atomkraftwerke

  • 2012: 15
  • 2011: 13
  • 2010: 8
  • 2009: 7
  • 2008: 4
  • 2007: 3
  • 2002-2006: 0

Zusätzlich wurden auch 0 bis 3 Exporte pro Jahr an Anlagen des "Kernbrennstoffkreislaufs" (z.B. Uranabbau- und Anreicherung) beantragt und genehmigt.

„Nur ein AKW das nicht gebaut wird, ist ein sicheres AKW.“
Christiane Brunner

WIR FORDERN VERBOT VON ATOMEXPORTEN

Exporte von bestimmten Spezialgütern sind genehmigungspflichtig, wenn sie auch für den Bau von Atomwaffen verwendet werden können. Das ist im Sicherheitskontrollgesetz (SKG) geregelt, dass am 30. Jänner im Nationalrat geändert werden soll. Nur wir Grünen stehen für konsequente und glaubwürdige Anti-Atom-Politik: Wir wollen die Beteiligung von österreichischen Unternehmen an AKW-Bauten im Ausland einschränken. Dazu meint unsere Anti-Atom-Sprecherin Christiane Brunner: „Nur ein AKW, das nicht gebaut wird, ist ein sicheres AKW. Wenn österreichische Hochleistungstechnologie für neue AKW oder für Laufzeitverlängerungen verwendet wird, gefährdet das unsere Sicherheit.“

Atomexporte aus Österreich
Bitte spenden - wir brauchen dich!